Es gibt Zeiten in Deinem Leben, da ist es nötig, alles hinter Dir zu lassen. Zeit, hinauszugehen und mit Gott alleine zu sein, mit der Natur und ihren Wesen.
Und an diesem einsamen Platz ist der Held oder die Heldin, der Suchende oder Pilger allein mit den Wesen der Natur.
Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau, erhält wie ein Geschenk Antworten, Klarheit, eine Vision, die er mit zurücknimmt zu seiner Gemeinschaft, auf das sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weitergeht.
Steven Foster
Die Visionssuche, wie Steven Foster sie beschreibt, hat ihre Wurzeln in indigenen Traditionen – etwa bei den Lakota Nordamerikas, wo sie als Initiationsritual diente.
Meine Arbeit mit der Visionssuche wächst aus unserer eigenen Naturverbundenheit – und aus dem Wissen, dass solche Wege des Rückzugs und der Innenschau seit jeher Teil menschlicher Kultur sind. Auch in Europa gab es Rituale, die Menschen in die Stille führten: die Einsiedelei der Mystiker:innen, die Pilgerreisen als Wege der Einkehr, die Wanderjahre der Handwerksgesellen, die nicht nur ihr Handwerk, sondern auch sich selbst meisterten.
Ich greife diese alten Spuren auf und verbinde sie mit dem, was heute gebraucht wird: einem Raum, in dem Menschen ihre eigene Stimme wiederfinden – und den Mut, sie in die Welt zu tragen.
In der Visionssuche begegnet man sich selbst inmitten der lebendigen Natur. Wer hierher kommt, steht oft an einem Übergang: „Was will ich aus meinem Leben machen?“ „Was war bisher – und was möchte ich ändern?“ Dieses Ritual bestätigt den bisherigen Lebensweg, würdigt das Gelebte – und stärkt die Verantwortung für den eigenen Weg in die Zukunft. Der Mensch stellt sich seiner persönlichen Wahrheit, seinen Stärken und Schwächen, seiner Angst und Einsamkeit ebenso wie seinem Mut und seiner Kraft. Hier findet er Klarheit, innere Bilder oder eine neue Perspektive – etwas, das er mit zurück in den Alltag trägt.
Visionssuche ist mehr als ein persönlicher Prozess.
Die Klarheit und Kraft, die in der Einsamkeit der Natur gefunden werden, sind kein Selbstzweck. Sie sollen zurückfließen – in die Gemeinschaft, die Familie, den Freundeskreis. Denn wahre Veränderung geschieht nie nur für uns allein. Gleichzeitig geht es in der Visionssuche immer auch um eine tiefe Rückverbindung: mit dem Leben selbst, mit den Lebewesen um uns herum, mit der Natur als unserem Ursprung und Halt. Es ist ein Geben und Nehmen – zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen.
Als Lernende in der Auseinandersetzung mit kultureller Aneignung ist es mir wichtig, diese Rituale respektvoll und bewusst zu gestalten. Ich sehe mich nicht als „Besitzerin“ dieser Traditionen, sondern als Teil eines größeren Lernens – verwurzelt in europäischer Naturverbundenheit und im Dialog mit anderen Kulturen.
Aktuell biete ich aufgrund vieler Seminar- und WalkAway-Termine keine Visionssuchen an.
Bei Interesse empfehle ich wärmstens meinen Kollegen Ulrich Imrich: www.naturseminare-visionssuche.de
Ulrich Imrich / Heiligenberg 7 / 84337 Schönau / Tel.: 08726 – 1757 / Mail: info@naturseminare-visionssuche.de
Kolleg:innen aus unserem Netzwerk Initiatorische Naturpädagogik (INP) bieten immer wieder entsprechende Formate an: https://wandel-zeiten.de
Des Weiteren verweise ich gern auf die Website des Deutschsprachigen Netzwerkes für Visionssuche, dem ich angehöre: www.visionssuche.net